PUNTA GORDA

Punta Gorda

 

Punta Gorda ist eine Stadt im Südwesten Floridas und Verwaltungssitz von Charlotte County. In der historischen Kleinstadt leben knapp 17.000 Einwohner auf einer Fläche von 54,4 Quadratkilometern. Sie gilt als eine der ältesten Städte Floridas.

Die Gemeinde liegt 220 Kilometer vom internationalen Flughafen Orlando und etwa 170 Kilometer vom Tampa International Airport entfernt. An der Stadt entlang führt die Interstate 75, die vom Süden der Vereinigten Staaten bis nach Kanada führt. Auch größere Bundesstraßen Floridas befinden sich hier und laden zur Erkundung des Sunshine State per Mietwagen ein.

Kleinstadt am Golf von Mexiko

Die historische Kleinstadt ist vollständig durch ihre Lage am Golf von Mexiko geprägt. Naturfans finden mit der Bucht Charlotte Harbor und ihrem vielfältigen Biosystem ein absolutes Highlight der Region auf, das sich zum Wandern, Entspannen und für verschiedenste sportliche Aktivitäten hervorragend anbietet. Die vom Hurrikan Charley einst gezeichnete Gemeinde ist heute eine florierende Stadt, die mit ihrer Nähe zur Natur, ihrem markanten Harborwalk und den vielen antiken Gebäuden zum Besuch einlädt.

Die Gemeinde liegt am südlichen Ufer des 171 Kilometer langen Peace River und umschließt fast vollständig Charlotte Park, eine Nachbargemeinde. Im Osten liegt Solana und im Norden Charlotte Harbor. Die Stadt befindet sich an der Charlotte Harbor Bucht, einem Ausläufer des Golfes von Mexiko mit reichhaltigen Landschaften und vielfältigem Ökosystem. Mit 28,52% ist ein bedeutsamer Teil des Stadtgebietes von Wasserflächen bedeckt. Das Klima ist feucht und subtropisch. Im Sommer schwanken die Temperaturen meist zwischen 33 und 22 Grad, an 40% der sommerlichen Tage herrscht dabei zumeist leichter Regen. Im Winter bewegt sich die Temperatur vornehmlich zwischen 24 und 11 Grad.

Historischer Hintergrund

Bereits im späten 18. Jahrhundert siedelten die ersten europäischen Pioniere auf dem heutigen Stadtgebiet. 1883 wurde die Stadt Trabue von Colonel Isaac Trabue gegründet, 1887 nahm sie mit den ersten Bürgermeisterwahlen ihren heutigen Namen an. Als Rache für die Umbenennung der Stadt ernannte Trabue einen Afroamerikaner als ersten Postmeister, was damals einem Affront gleichkam. Im späten 19. Jahrhundert war die städtische Gesellschaft von einem Miteinander zwischen verschiedenen sozialen Klassen geprägt.

Dieses fast moderne Stadtleben führte jedoch zu Spannungen, 1890 und 1904 kam es hier zu insgesamt 40 Morden. Im zweiten Weltkrieg diente das ansässige U.S. Army Air Field als Trainingsgrund für amerikanische Kampfpiloten. Im Jahr 2004 wurde das Gebiet von Hurrikan Charley getroffen. Viele betroffene Gebäude wurden wiederaufgebaut und das Stadtbild durch den neu erschaffenen Harborwalk erweitert.

Heute bietet die Gemeinde eine wirtschaftlich gesunde Umgebung: die Arbeitslosigkeit liegt bei 5% und etwa 60% der arbeitenden Bevölkerung ist in gehobenen Positionen der Finanzwirtschaft, als Verkäufer und in administrativen Berufen angestellt.

Sehenswürdigkeiten und touristische Attraktionen

Nach dem Hurrikan Charley baute die Stadt den Harborwalk, einen knapp 4 Kilometer langen Weg entlang der Ufer des Peace River, der verschiedene Parks miteinander verbindet und einer städtischen Lebensader gleicht. Entlang des Harborwalks liegen der Laishley Park und der Gilchrist Park, sowie ein Monument das zur Erinnerung an den Hurrikan errichtet wurde, das Spirit of Punta Gorda.

Am Ende des Weges trifft man auf Fisherman’s Village, ein zentrales Einkaufs- und Unterhaltungszentrum mit Hafen und täglicher Livemusik. Im historischen A.C. Freeman House, das zum U.S. National Register of Historic Places gehört, findet man ein Museum, das sich der lokalen Geschichte widmet.

In der Stadt gibt es außerdem die Old First National Bank of Punta Gorda und das Atlantic Coast Line Depot, die beide ebenso als nationale, historische Sehenswürdigkeiten anerkannt sind und durch ihre antike Architektur überzeugen.

Parks und Freizeitaktivitäten

Natürliches Highlight der Umgebung ist die Bucht Charlotte Harbor, die Flussmündung des Peace River in den Golf von Mexiko, die 351 Kilometer Küstenlinie umfasst. Charlotte Harbor bietet eine reiche Flora, Fauna und den unterschiedlichsten Tierarten ein Zuhause. Hier findet man sowohl Mangrovensümpfe, als auch Seegraswiesen, Salzmarschen, Muschel- und Wattgebiete.

Um die Bucht von zu starker Bewirtschaftung zu schützen, wurde das Charlotte Harbor National Estuary Programm eingeführt, dass die Biodiversität nachhaltig schützen soll. Charlotte Harbor bietet sich sowohl zum Wandern, als auch für den Wassersport an. Die vielen Seevögel der Gegend werden vom Observatorium im Nature Park beobachtet, der zugleich als vollwertiger Stadtpark fungiert.

In der Nähe des Hafens befindet sich zudem der Ponce DeLeon Park, der sich wunderbar für einen entspannenden Tag mit Picknick eignet. Hier gibt es einen angegliederten Strand, einen Anlegesteg für Boote und mehrere Picknick-Tische mit öffentlichen Grills.

Shopping und Restaurants

Am besten einkaufen und essen gehen kann man im bereits erwähnten Fisherman’s Village. Hier finden sich mehr als 30 Shops und Restaurants. Im städtischen Potters Studio and Gallery lassen sich zudem handgefertigte Porzellan und Töpferwerke einkaufen. Wer gerne Süßes verzehrt, sollte im beliebten Sugar Islands Cupcakes vorbeischauen, das verschiedenste selbstgemachte Cupcakes anbietet.