SANIBEL ISLAND

SANIBEL ISLAND

 

Muschel- und Naturparadies mit hohem Erholungsfaktor

Sanibel Island ist eine kleine aber äußerst schöne Insel im Golf von Mexiko im Südwesten Floridas. Sie ist rund 20 Kilometer lang, bis zu 5 Kilometer breit und Heimat von knapp 6.500 Einwohnern. Vom Festland aus führt eine Brücke, der Sanibel Causeway, zur sichelförmigen Insel; von der größeren Stadt Fort Meyers aus sind es etwa 32 Kilometer, also eine gute halbe Stunde mit dem Auto. Die Hinfahrt ist mautpflichtig (6 Dollar).
Den Flughafen von Fort Meyers (Southwest Florida International Airport) fliegen diverse Fluglinien von Deutschland und Europa aus an. Air Berlin fliegt direkt aus Deutschland nach Fort Myers.

 

Klima und beste Reisezeit

Sanibel Island ist wegen des subtropischen Klimas das ganze Jahr über gut zu bereisen, wobei die Temperaturen in den Sommermonaten (Mai bis September) am höchsten sind. Dann wird die 30-Grad-Marke oft locker geknackt.

Wem das zu schwül und warm ist und die Regen- und Hurricanezeit zwischen Mai und November umgehen möchte, ist mit Temperaturen zwischen 16 und 24 Grad im Winter bzw. zwischen 18 und 29 Grad im Frühling bestens aufgehoben.

Vor der Regenzeit sollte man allerdings keine Angst haben, da es meistens nur kurz und kräftig regnet (und oft dazu gewittert). Hurricanes sind eher selten. Hauptsaison ist im Winter und im Frühling, während es im Sommer vermehrt Schnäppchen gibt. Das Wasser ist stets angenehm warm, die Temperaturen liegen zwischen 19 Grad im Januar/Februar und 30 Grad im Juli/August.

Sehenswertes

Sanibel Island ist bekannt für seine Muschelvielfalt an den einzelnen Sandstränden. Täglich werden unzählige Muscheln angespült; etwa 400 verschiedene Arten finden Sammler und Interessierte hier vor – und das wohl größte Muschelvorkommen der USA.

Wem das nicht reicht, sollte unbedingt dem kleinen Muschelladen „She sells Sea Shells“ und/oder dem Baileys Matthew Shell Museum einen Besuch abstatten. Letzteres beherbergt mehrere Ausstellungen zum Thema Muscheln und Weichtiere und erzählt die (weltweite) Bedeutung und Historie der Muscheln. Und auch Kinder können hier einiges lernen.

Daneben besticht die Insel durch ihre schönen Strände, an denen man herrlich relaxen kann. Und ab und zu taucht ein lustig aussehender Vogel auf der Suche nach Nahrung auf.
Auf Sanibel findet man auch unberührte Naturabschnitte, die sich friedlich in die Landschaft einfügen. Auf Sanibel findet man seine Ruhe.

Kein Massentourismus, keine überfüllten Strände, mangels großen Verkehrs keine Ampeln. Kein Haus darf höher sein als eine Palme. Nur der Leuchtturm am Lighthouse Beach, das Wahrzeichen Sanibels und das wohl am meisten fotografierte Gebäude der Insel, ist höher – und bereits seit 1884 in Betrieb.

Ansonsten empfiehlt sich die Erkundung des Naturschutzgebietes „J.N. Ding Darling National Wildlife Refuge“, das man mit dem Auto oder Fahrrad auf dem Wildlife Drive – ein von der Hauptstraße Sanibel Captiva Rd. abzweigender Weg – erkunden kann.
Hier sieht man einzigartige Tiere (vor allem Vögel) und Pflanzen und wenn man Glück hat, auch mal einen Alligator, eine Schildkröte oder einen Pelikan. Auch Delphine oder Sehkühe (Manatees) sieht man mit ein wenig Glück an den Ufern schwimmen.

Übrigens gibt es am Anfang der Insel ein Fremdenverkehrsbüro, in dem man sich über Sanibel und die Schwesterinsel Captiva ausgiebig informieren kann.

Aktivitäten

Für Naturfreunde ist die Insel ein reines Paradies. Mit dem Mietwagen, dem Fahrrad oder zu Fuß lassen sich die Naturschutzgebiete wunderbar erkunden. Die Straßen sind gut ausgebaut. Fahrräder können auch angemietet werden. Wer gerne die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt auf dem Wasser entdecken möchte, kann sich auch ein Kanu oder Kajak ausleihen (z. B. beim Tarpon Bay Recreation Center) und durch die Mangrovengebiete fahren. Auch Touren werden angeboten. Sportbegeisterte kommen in mehreren Tennis – und Golfclubs auf ihre Kosten.

An ausgewählten Stellen, wie beim Leuchtturm am Fishing Pier, kann man auch gut angeln. Auf jeden Fall lohnt sich eine Bootstour um die Inseln Sanibel und Captiva herum. Nicht selten sieht man auf der Strecke Delphine fröhlich neben den Booten schwimmen und springen.
Auch Sunset-Touren sind sehr beliebt. Die Touren werden von Sanibel Thriller (und von Captiva aus von Captiva Cruises) angeboten.

Wer lieber den Sonnenuntergang unter Palmen an Land erleben möchte, sollte am besten die Stelle zwischen Sanibel und Captiva wählen. Sowohl der Strand vor dem Blind Pass Beach Park auf Sanibel als auch der Turner Beach auf Captiva eignen sich für traumhafte, romantische Sonnenuntergangs-Beobachtungen hervorragend. Oder man bleibt nach einem schönen Strandtag gleich am Bowman’s Beach.

Auch Shoppen kann man auf Sanibel, und zwar am besten im Periwinkle Way, den man bereits nach der Überfahrt (Causeway) erreicht. Hier findet man lauter kleine Geschäfte mit Kleidung, Schmuck, Souvenirs oder anderen Dingen. Lebensmittel kauft man am besten bei Jerry’s Food (erscheint etwa 3 Minuten nach der Überfahrt) oder im Bailey’s General Store am Ende des Periwinkle Way.

Auf der Insel gibt es auch einige Restaurants, manche – wie das Lazy Flamingo – sehen herrlich farbenfroh aus. Vor allem das Island Cow mit seiner traditionellen amerikanischen Küche und das Cheeburger Cheeburger im Periwinkle Way mit seinen vielfältigen Burgern lohnen sich.